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Bank Analysis

On June 29, BIS published its 84th Annual Report. Following we show a summary concerning the evolution of worldwide Bank’s capital ratios:

  • CET1 average increased from 8,5% to 9,5% over the last year, based on fully phased in B3 rules
  • Capital shortfall of banks lagging capital decreased significantly to 82,5 billion EURO
  • Bost of capital ratios is driven by increase in bank capital, mainly by retained Earnings
  • Dividend to earnings ratio decreased to 33%

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Given their contribution to higher bank capital so far, stable profits will be key to the sector’s resilience in the near future. On average, profits rebounded further from the crisis lows, but recovery remained uneven across countries.

Liquidity Risk was one of the main drivers of the financial crisis. To increase stress resistance in case of a systemic liquidity shortfall that hits asset and funding markets, the regulator asks banks to improve transparency and liquidity risk management. One element of the new Liquidity Framework is the Liquidity Coverage Ratio (LCR): Banks shall hold sufficient High Quality Liquid Assets (HQLA) to fund net cash outflows under stressed markets for a period of 30 days. The LCR will be binding from January 1st 2015 on. Final provisions are expected until June 30th 2014.

There is evidence that the LCR has little impact on bank strategy. Heiko Hesse and Stefan W Schmitz note:

  • An analysis of the European Banking Authority (EBA) shows that between Q2 2011 and Q4 2012, banks adjusted their balance sheets mainly by increasing their holdings of HQLA (especially drawable central bank reserves, sovereign bonds, and covered bonds).
  • Reductions of net cash outflows played a lesser role. 
  • In general, banks with an estimated LCR shortfall have a number of ways in their funding plans to become compliant (e.g. lengthen the maturity of their (unsecured) wholesale funding beyond 30 days, promote deposits, reduce costly uncommitted credit lines or increase their proportion of liquid assets in their balance sheets.
  • The overall finding that the LCR does not reduce lending to the real economy, SMEs, or trade finance is corroborated by a recent survey of Zeb (2013) which finds that banks in their sample (23 Austrian and German banks) mainly plan to adjust by reducing unsecured/secured outflows, increasing HQLA and committed lines, but not by cutting loans to the real economy.

Besides bank strategy, the EBA expects that the shortfall of HQLA has little impact on prices and demand on the financial markets: Some jurisdictions show severe shortfalls. Overall, the extra demand for HQLA is at about EUR 70 to 264 billion. This amounts to only 0.6 to 2.4% of the total market size.

Overall the LCR seems to have little impact on bank strategy and bank funding of the real economy. Still, the rules with regard to LCR are not final. Main parts of the HQLA are still under discussion, such as the inclusion of central bank facilities, which is allowed by the CRR, but criticised by EBA and  the Basel Committee on Banking Supervision. The outcome of this discussion may result in changes to said findings. However, we expect main drivers for bank strategy resulting from the controversial field of capital requirements and cost income measures and less from the LCR.

Zu welchem Ergebnis die Asset-Quality-Review (AQR) und der anschließende Stresstest kommen, lässt sich aufgrund der noch in Abstimmung befindlichen Modell-Annahmen, bspw. makro-ökonomische Entwicklungen, sowie der noch nicht final definierten Methodik nur schwer abschätzen.

Trotz dieser noch offenen Fragestellungen werden bereits erste Gebote zur Kapitallücke abgegeben:

Die Deutsche Bank beziffert den zusätzlichen Kapitalbedarf der betroffenen europäischen Banken auf 16 Mrd. EUR. Für die Commerzbank wird die Kapitallücke aus der Comprehensive Assessment auf 2,6 Mrd. EUR beziffert.

Analysten der Beratungsgesellschaft Ernst&Young antizipieren eine Kürzung der Bilanzen europäischer Banken um (kumuliert) 1,5 Bill. EUR für die kommenden Jahre. Ausgangspunkt dieser Schätzung ist der Vergleich des europäischen mit dem amerikanischen Bankensystem: Die Assets amerikanischer Banken wurden in 2009/2010 um 10% reduziert. In der Eurozone wird von einer Reduktion um bislang 5% ausgegangen; die Finanzkrise hat sich – politisch gewollt – weniger direkt auf die Bankenbilanzen ausgewirkt; wir haben dies bereits kritisch gewertet.

Losgelöst, aber durchaus im Einklang mit diesen Daten und mit Blick auf die AQR haben einzelne Banken bereits angekündigt, dass der Deleveraging-Prozess länger als geplant fortgesetzt wird. Für diese Entwicklung spricht auch das zusätzlich benötigte Kapital, um die Anforderungen der Regelwerke CRR/CRDIV zu erfüllen; Schätzungen beziffern einen Bedarf europäischer Banken in Höhe von 44 Mrd. EUR.

Das notwendige Instrumentarium zur Neuordnung des europäischen Bankensystems ist in Arbeit. In welchem Ausmaß die Banken dann tatsächlich betroffen sind, wird neben dem politischen Willen und der operativen Stärke der EZB-Aufsicht wesentlich auch von den künftigen makroökonomischen Rahmenbedingungen abhängen. In Bezug auf die oben angeführten, noch in Arbeit befindlichen Modell-Annahmen der AQR lassen offizielle Daten, die der EBA vorliegen, rückblickend den Schluss zu, dass sich die Qualität der Kredit-Portfolien im Jahr 2012 und in HJ1/2013 weiter verschlechtert hat. Demnach stieg der Anteil ausfallgefährdeter Kredite am gesamten Kreditvolumen von 6 Prozent im Juni 2012 auf 6,3 Prozent im Dezember desselben Jahres, so die EBA im Juli 2013. Kredite gelten als ausfallgefährdet wenn der Kreditnehmer mehr als 90 Tage in Verzug ist; es handelt sich dabei um die gewichtigste Teilmenge der Non-Performing-Loans, wie von der EZB definiert. Banken aus Peripherie-Ländern wie Spanien oder Italien werden im Vergleich zum Durchschnitt der Eurozone eine höhere Last aus Non-Performing-Loans (NPL) zu tragen haben. Für die Eurozone wird erwartet, dass der Anteil der NPL an den ausgegebenen Krediten zunächst weiter ansteigt und im Jahr 2014 unter die Marke von 7,5% fällt. Für das Jahr 2017 erwartet Ernst&Young eine Quote von 4,3%; das liegt immer noch über dem Niveau vor der Finanzkrise.

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Definition Non-Performing-Loans (EZB): A loan is only deemed non-performing if it is in default or close to default. More precisely, a loan is non-performing when payments of interest and principal are past due by 90 days or more, in accordance with the Basel II definition of default, or when there are good reasons to doubt that debt payments will be made in full. 
The requirement that the asset pool backing the ABS cannot include non-performing loans applies explicitly at the time of issuance of the ABS, not throughout its entire lifetime. However, non-performing loans may not be used to replace performing loans during the replenishment period, if any. In turn, any arrears in the pool of underlying assets after issuance of the ABS do not necessarily make the ABS ineligible.

Das Schließen von Kapitallücken ist seit dem Jahr 2010 eines der wesentlichen Steuerungsthemen der Banken. Im zweiten Quartal 2014 ist der nächste Bankenstresstest geplant. Was kann erwartet werden?

Beginnen wir mit einem Rückblick: Ende 2011 benötigen europäische Banken zusätzlich 114,7 Mrd. EUR um eine Eigenkapitalquote von 9% zu erreichen. Bis zum Bankenstresstest 2012 gelingt es 67 Banken diese Hürde zu schaffen. Vier Banken fehlen insgesamt 3,7 Mrd. EUR. Grundlage dieses Stresstests ist das Regelwerk Basel II.

Quelle: European Banking Authority (EBA); Dezember 2011

Quelle: European Banking Authority (EBA); Dezember 2011

Die Kapitallücke nach Basel III beläuft sich zum Stichtag 31. Dezember 2011 auf 199 Mrd. EUR, wie eine weitere Erhebung der EBA aufzeigt. Im Jahr 2014 wird nach diesen strengeren Regeln bzw. gemäß CRD IV/CRR getestet.

Was ist seit dem 31. Dezember 2011 geschehen?

Zunächst ist festzustellen, dass eine Neuordnung des europäischen Bankensystems durch die expansive Geldpolitik und weitere Stützungsmaßnahmen bislang hinausgezögert wird. Das ist bekannt. Ebenso auch die Tatsache, dass diese Maßnahmen im Kern auf dem Kalkül einer positiven realwirtschaftlichen Entwicklung basieren.

Dieses Kalkül ist in Europa – mit Ausnahme Deutschlands – nicht aufgegangen. Im Gegenteil: Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Ernst&Young steigt das Volumen an faulen Krediten im Jahr 2013 („06-2013_Kapitallücke_EY_FS_Eurozone_Winter_2012-13“) um 80 Mrd. auf insgesamt 918 Mrd. EUR. Stark betroffen sind italienische und spanische Banken. Dort sind 2013 bis zu 10,2% bzw. 15,5% der an Privat- und Unternehmenskunden vergebenen Kredite ausfallgefährdet. Eine Neubewertung dieser Kredite– wie von der Spanischen Zentralbank gefordert – wird Abschreibungsbedarf aufdecken. Der resultierende Verlust mindert das nach CRD IV verfügbare Eigenkapital. Alternativ zur handelsrechtlichen Neubewertung wäre eine rein regulatorische Neubewertung der Risikopositionswerte möglich. Wie hoch die dadurch verursachte Kapitallücke sein wird, lässt sich heute noch nicht abschätzen. Die EZB führt hierzu im ersten Quartal 2014 eine sogenannte Asset Quality Review durch.

Aber auch ohne diese zusätzliche Belastung beläuft sich die Kapitallücke europäischer Banken auf 776 Mrd. EUR, wie das schweizer Analysehauses ICV (Independent Credit View) in einer Studie feststellt. Dieser Schätzung liegt ein insofern realitätsnaher Stresstest zugrunde, als einige Staatsanleihen mit einer höheren Risikogewichtung eingeflossen sind. Davon betroffen sind insbesondere jene Banken, die ihren Bestand an Staatsanleihen in den vergangenen Jahren ausgeweitet haben. Insgesamt verteilt sich der genannte Betrag auf 25 Banken aus Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien, Frankreich, Österreich, Dänemark, den Niederlanden, Polen und Irland.

Die genannten Daten zu faulen Krediten und Staatsanleihen zeigen beispielhaft, dass die Bilanzen europäischer Banken nach wie vor regulatorisch nicht erfasste Risiken aufweisen. Zudem besteht weiterhin eine hohe Abhängigkeit von Staaten und Banken. Will die EZB nicht an Glaubwürdigkeit verlieren, sind diese Defizite der Sanierung des europäischen Bankensektors aufzuzeigen. Aber der EZB-Direktor Jörg Asmussen äußert sich in Bezug auf den Stresstest diplomatisch: „Wir werden so streng wie möglich vorgehen.“ Genau darin liegt das Problem: Da weder die einzelnen Staaten noch die EU bis zum 2. Halbjahr 2014 über die finanziellen Kapazitäten verfügen, die Kosten eines strengen Tests zu tragen, ist eine weitere Verschleppung der Bankenkrise durchaus realistisch. Die Diskussionen zum Aufkauf fauler Kredite durch die EZB deuten bereits in diese Richtung.