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Book Review

Macro-Prudential Supervision

Today we want to highlight the NYU Stern’s Systemic Risk website, http://vlab.stern.nyu.edu/welcome/risk. Systemically important financial institutions (SIFIs) are typically defined as institutions whose failure would significantly impact the financial and the real economy. International and European regulators and supervisors set up a massive macro prudential system to manage systemic risk. Viral Acharya, Robert Engle and Matthew Richardson argue that publicly available market information can be used to estimate the capital shortfall of a financial firm if a financial crisis occurs. After describing the method to calculate the SRISK measure they show that the method could also serve for the determination of bank individual prudential capital requirements, based on the risk profile of the respective businesses.

SRISK is conceptually similar to the stress tests conducted by US and European regulators: “Expected capital shortfall captures in a single measure many of the characteristics considered important for systemic risk such as size, leverage, and interconnectedness. All of these characteristics tend to increase a firm’s capital…

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Gary B. Gorton ist ein Experte auf dem Gebiet der Analyse von Finanzkrisen.

Um es vorweg zu nehmen: “Misunderstanding Financial Crises” ist eine fundierte Analyse, ein Gegenentwurf zum Mainstream der Analyse von Finanzkrisen. Gorton kommt zu klaren Aussagen: Ökonomen nutzen die falschen Daten und Modelle. Regulatoren verfehlen das Ziel eine stabiles Finanzsystem zu entwerfen. Als prominentes Beispiel wird der Dodd-Frank-Act genannt.

Der Autor zeigt auf und zieht klare Schlüsse:

Finanz- und Bankkrisen haben ihren Ursprung auf der Passivseite der Bilanz, den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Wenn Unsicherheit über die Qualität der zur Besicherung dienenden Aktiva herrscht, ziehen Kreditgeber ihre Einlagen innerhalb kurzer Zeit ab.

Im Zuge der Finanzkrise 2007/2009 hat ein solcher Bank Run auf dem Interbankenmarkt stattgefunden. Betroffen war unter anderem der nicht regulierte Repo-Markt (Shadow Banking). Da es den betroffenen Banken nicht möglich war eine Anschlussfinanzierung einzugehen, mussten nicht refinanzierbare Aktiva am Markt mit Verlust verkauft werden. In Folge explodierten die Credit Spreads der Banken. Die Interbankenmärkte trockneten innerhalb kürzester Zeit aus.

Gorton arbeitet die wesentlichen Treiber krisenanfälliger Finanz- und Banksystems heraus: (1) Banken benötigen für ihre Refinanzierung risikofreie Sicherheiten, die es faktisch nicht gibt, (2) es herrscht keine Transparenz über die Qualität der Aktiva am Markt, (3) Deregulierung bzw. das hohe Volumen des Shadow-Bankings führt zu einem hohen Risikoexposure der Banken.

Eine direkte Regulierung der kurzfristigen Finanzierung auf Bankebene kann laut Gorton nur bedingt zur Stabilisierung des Finanz- und Banksystems beitragen. Vor allem wird die Rolle des Finanzsystems, ökonomisches Wachstum zu ermöglichen, konterkariert. Er fordert eine differenzierte Betrachtung und entwickelt die folgenden Ansatzpunkte: (1) Regulierung des Shadow-Banking-Systems sowohl in Bezug auf die Produktion von Sicherheiten (Verbriefungen) als auch in Bezug auf den Repo-Markt anhand gezielter Maßnahmen, (2) Sicherstellung der Unabhängigkeit der Zentralbanken.

In der Gesamtschau zeigt Gorton’s Analyse, dass das Shadow-Banking-System ein zentrales Element der Regulierung des Finanz- und Banksystems sein sollte. Ökonomisches Wachstum ist ohne das Shadow-Banking-System nicht möglich. Ein stabiles Wachstum basiert wiederum auf Transparenz und gezielter Regulierung und Überwachung dieses Systems.